Geschichte

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Beginn nach dem 1. Weltkrieg

Die Arbeiterwohlfahrt wurde in den Nachkriegswirren des 1. Weltkrieges am 13. Dezember 1919 als Sozialausschuss der SPD von Marie Juchacz (1879 – 1956) offiziell gegründet.

Die in der AWO zusammengeschlossenen und in der Regel nicht besonders begüterten Menschen unterstützten noch Ärmere, unter anderem Kriegswitwen und Kriegswaisen, mit Brennstoff, Kleidung, Möbeln und Essen. Sie leisteten praktische Hilfen zur Lebens- bzw. Überlebenshilfe für viele im totalen Elend vegetierende Mitmenschen.


Weimarer Republik

In der Zeit der Weimarer Republik setzte sich die AWO sehr stark für die Rechte von Frauen, Jugendlichen und Kindern ein. Gemeinsam mit der SPD und den Gewerkschaften forderte sie für diese Gruppen sozialstaatliche Regelungern und Rechte.

Die AWO organisierte Ausbildungs- und Studiengänge für Fürsorger/innen (heute Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen). Außerdem schuf sie erste Einrichtungen mit Ausbildungsgängen, an denen damals noch rechtlose ledige Mütter teilnehmen konnten.


Die Zeit des Nationalsozialismus und Neubeginn

Unmittelbar nach der Machtübernahme Hitlers wurde die AWO verboten und ihr Besitz enteignet. Funktionsträger/innen der AWO wurden verfolgt. Viele von denen, die nicht fliehen konnten, wurden in Konzentrationslagern interniert und nicht wenige von Knechten des NS-Regimes umgebracht.

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges schlossen sich die Überlebenden erneut in örtlichen Gruppen zusammen. Sie organisierten Hilfen aus dem Ausland und verteilten diese an Bedürftige. Erneut entstanden Stätten der Begegnung und Hilfen, Wärme- und Suppenstuben und vieles mehr.

Erst später, zwischen 1946 und 1948, wurde die AWO wieder als parteipolitisch unabhängige Organisation in der Rechtsform als Verein neu gegründet.

Der Odenwälder Kreisverband gründete sich 1947. Aus einer der ersten im Odenwaldkreis von der AWO geschaffenen Einrichtung, der Wärme- und Nähstube in Erbach, entwickelte sich die noch heute existierende Familienbildungsstätte.